Prof. Dr. Markus Tiedemann

Digitale Welt, ethische Urteilskraft und ästhetische Bildung


Die Digitalisierung der Lebenswelt ist ein weiterer Baustein der wissenschaftlich-technischen Risikogesellschaft. In dieser herrscht ein wachsender, normativer Orientierungsbedarf bei gleichzeitigem Schwinden qualitativer und quantitativer Kategorien. Philosophische Bildung versteht sich als Schulung der Urteilskraft, tut sich aber schwer, deren nicht-rationale Bestandteile zu erfassen. Lässt sich dieses Defizit durch eine Kooperation mit der ästhetischen Bildung beheben? Der Vortrag expliziert ein Modell ethischer Bildung im Spannungsfeld zwischen Dogmatismus und Relativismus. Anschließend sollen Möglichkeiten und Grenzen einer Kooperation von philosophischer und ästhetischer Bildung thematisiert werden.